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Betriebssysteme => Solaris => Thema gestartet von: lakul am 30. August 2008, 15:07:48
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Hallo!
Ich habe eine SunFire 280R mit 2 SCSI Platten und ich möchte nun einen Raid 1 Verbund nutzen. Habe schon etliche Sun Dokumentationen und google Seiten gewälzt, habe aber keine Lösung auf die Frage gefunden wie ich das machen muss.
Mir ist schon klar, dass ich in Solaris 10 den Volumen Manager habe, aber der nützt mir ja nichts. Wenn eine der Festplatten zum Beispiel für "/" (root) verwendet wird, also im System eingehängt ist, lässt sie sich nicht mit einer zweiten Platte verbinden. Es macht ja auch keinen Sinn "/" (root) auszuhängen (was eh nicht geht).
Was ich eigentlich möchte:
Schon während der Installation muss ich doch Solaris sagen können: "Nutze die beiden Festplatten im Raid 1 Verbund".
Oder muss ich das an der SunFire einstellen?
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
Viele Grüße
lakul
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SuFu
[...]
Schon während der Installation muss ich doch Solaris sagen können: "Nutze die beiden Festplatten im Raid 1 Verbund".
[...]
Wenn du meinst, dass man das sagen koennen muss unterschreib ein Sun Contributor Agreement and bau's ein. Allerdings wird man dir wahrscheinlich dann die Frage stellen, wozu man das braucht.
Mfg. Erisch
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OK, das beantwortet aber nicht meine Frage.
Ich habe noch etliche andere Server stehen (keine SUN) und wenn ich da z.B. Windows die entsprechenden SCSI Treiber gebe, dann erkennt Windows zwei Platten auch als Spiegel etc.
Wie kann ich das also bei Solaris machen? Das muss doch wärhend der Installation auch gehen.
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Der onboard SCSI Controller der 280R is afaik kein Raid Controller. Da kann der Treiber auch nichts dran aendern.
Deswegen
SuFu
weil das selbe hatten wir vor kurzem erst.
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Naja, schön das das vor kurzem behandelt wurde. Habe aber im Forum nichts gefunden, deswegen frage ich auch.
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Moin,
du hast ja schon richtig den Solaris Volume Manager angesprochen. Genau diesen kannst du nutzen um ein Raid 1 aufzusetzen (und so auch z.B. das Root-Filesystem / und swap zu mirrorn). Natuerlich geht das auch fuer alle anderen Filesysteme. Die entsprechende Dokumentation dazu findest du auf docs.sun.com:
Uebersicht zu RAID1: http://docs.sun.com/app/docs/doc/816-4520/about-mirrors-2?a=view (http://docs.sun.com/app/docs/doc/816-4520/about-mirrors-2?a=view)
Beispiele zu RAID1: http://docs.sun.com/app/docs/doc/816-4520/tasks-mirrors-1?a=view (http://docs.sun.com/app/docs/doc/816-4520/tasks-mirrors-1?a=view)
Zumindest bei einer Jumpstart-Installation (d.h. ueber Netzwerk) kannst du diese RAID-1 Konfiguration auch gleich bei der Installation mit angeben. Ich habe schon laenger nicht mehr interaktiv installiert und muesste da auch erst selber nachsehen ob bzw. wo das geht.
Tschau,
Drusus.
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weil das selbe hatten wir vor kurzem erst.
Ja, aber ich wollte ein LVM. ;)
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weil das selbe hatten wir vor kurzem erst.
Ja, aber ich wollte ein LVM. ;)
Jup, du wolltest ein Raid 0, er will ein Raid 1. Sogesehen ist sein Ding sogar noch einfacher - wenn man sich die Muehe macht die Doku zu lesen.
Mfg. Erisch
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Ich habe mir die Mühe gemacht und tagelang Dokus gelesen, aber wie gesagt, ich wollte es nicht per Volumen Manager, denn von Software Raid halte ich gar nichts.
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Ich habe mir die Mühe gemacht und tagelang Dokus gelesen, aber wie gesagt, ich wollte es nicht per Volumen Manager, denn von Software Raid halte ich gar nichts.
anders als LVM geht aber auf der 280R nicht. ende... da ist NICHT dran zu rütteln. weiterhin ziehe ich zum spiegeln der bootplatte das softwareraid IMMER dem hardware raid vor!
das einrichten ist recht simpel. allerdings brauchst du ca 100mb (ich nehm immer 256mb auf slice 7) freien platz um die metadb's unter zu bringen.
wie geht man vor:
1. layout der beiden platten die man spiegeln will angleichen
# prtvtoc /dev/rdsk/c1t0d0s2 | fmthard -s - /dev/rdsk/c1t1d0s2
2. metadb's auf den freien slices der beiden platten anlegen
# metadb -a -f -c 3 c1t0d0s7 c1t1d0s7
3. metadevices anlegen
# metainit d0 -m d10
# metainit d10 1 1 /dev/dsk/c1t0d0s0
# metainit d20 1 1 /dev/dsk/c1t1d0s0
das für ALLE slices wiederholen!
4. vfstab anpassen
# metaroot d0
# vi /etc/vfstab
alle weiteren slices dem / mountpunkt anpassen (/ wird durch den befehl metaroot automatisch umgestellt und kann als beispiel für die restlichen slices genutzt werden)
5. maschine rebooten
# init 6
6. spiegel einhängen
# metattach d0 d20
das auch wieder für die restlichen slices wiederholen
7. sync der platten abwarten/checken
# metastat -c
der schalter "-c" ist neu in solaris 10
8. obp anpassen und den spiegel als 2tes bootlaufwerk angeben
FERTIG
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Ich habe mir die Mühe gemacht und tagelang Dokus gelesen, aber wie gesagt, ich wollte es nicht per Volumen Manager, denn von Software Raid halte ich gar nichts.
Wie hast du es dir denn vorgestellt wie man ohne Hardware Raid und ohne Software Raid ein Raid aufbaut? Und Windows kann das? Wow, wie das funktioniert wuerde mich wirklich interessieren.
Mfg. Erisch
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Ich habe geschrieben das ich nichts Software Raid halt, ich nutze ausschließlich Hardwareraid.
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Ich habe geschrieben das ich nichts Software Raid halt, ich nutze ausschließlich Hardwareraid.
und ich hatte geschrieben das es in der standard 280r KEIN hardware raid gibt. wenn du hardware raid willst, musst du das nachkaufen.
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Danke für die ausführliche Anleitung aber auf diesem Wege habe ich es auch schon über den Volumen Manager probiert, aber es kommt bei diesem Schritt:
metainit d10 1 1 /dev/dsk/c1t0d0s0
egal ob auf der Konsole oder in der GUI der Fehler:
c0d0s2: überschneidet sich mit c0d0s0 (eingehängt als '/')
Ich meine warum der Fehler kommt ist mir schon klar, aber es muss doch dennoch möglich sein, oder?
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das habe ich ja auch nur allgemein gesagt, das mir hardware raid lieber ist, leider meiner beschreibung ist auch ein kontroller drin, gibt ja verschiedene ausführungen der 280r.
naja, egal, dann versuche ich es halt mit software raid
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Danke für die ausführliche Anleitung aber auf diesem Wege habe ich es auch schon über den Volumen Manager probiert, aber es kommt bei diesem Schritt:
metainit d10 1 1 /dev/dsk/c1t0d0s0
egal ob auf der Konsole oder in der GUI der Fehler:
c0d0s2: überschneidet sich mit c0d0s0 (eingehängt als '/')
Ich meine warum der Fehler kommt ist mir schon klar, aber es muss doch dennoch möglich sein, oder?
slice 2 ist die gesamte platte! du brauchst nur die gemounteten slices bearbeiten. einfach den output von "mount" oder "df -h" nutzen...
du hast da also wohl einen fehler in deinem plattenlayout...
poste doch mal den output von "prtvtoc /pfad/zu/deiner/bootplattes2"
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das habe ich ja auch nur allgemein gesagt, das mir hardware raid lieber ist, leider meiner beschreibung ist auch ein kontroller drin, gibt ja verschiedene ausführungen der 280r.
Steckt denn in der 280R ein PCI Controller an den die Platten dran angeschlossen sind oder haengen die am Board selbst. Bei letzterem hast du definitiv kein HW Raid.
Mfg. Erisch
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die hängen an einem controller
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Hallo,
deine Frage ist ein typischer Fall von unzureichenden Informationen durch den Fragenden.
Ich habe eine SunFire 280R mit 2 SCSI Platten und ich möchte nun einen Raid 1 Verbund nutzen.
Die F280R hat max. 2 interne FC-AL Platten. An den externen SCSI-Port lassen sich noch weitere Platten anschließen. c0 ist der integrierte SCSI-Controller, c1 der interne FC-AL-Controller. c0t0 ist die erste FC-AL- und c1t0 eine SCSI-Platte (wählbare ID).
RAID 1 ist Mirroring, somit ist der Begriff Verbund etwas irreführend.
Wie schon von Erisch bemerkt hat die F280R keinen Hardware-Raid-Controller.
die <Platten> hängen an einem controller nämlich den internen SCSI bzw. FC-AL.
Da bleibt wirklich nur SVM.
Mir ist schon klar, dass ich in Solaris 10 den Volumen Manager habe, aber der nützt mir ja nichts. Wenn eine der Festplatten zum Beispiel für "/" (root) verwendet wird, also im System eingehängt ist, lässt sie sich nicht mit einer zweiten Platte verbinden.
Diese Aussage ist mir unverständlich ! Wie man Platten mit SVM spiegelt wurde in den vorherigen Antworten ausführlich erklärt. Den Fehler in der Plattenaufteilung mußt noch beheben. Dabei wäre es sinnvoll gewesen die entsprechenden Informationen wie von DukeNuke2 vorgeschlagen gleich in deine Antwort zu kopieren.
Michael
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Mir fällt irgendwie immer wieder auf, daß der Ton hier sehr ins rauhe abdriftet.
Zum einen ist anscheinend bei vielen die Angst da, daß jemand hier erfragtes Wissen beruflich verwenden könnte. Würde dies ein Problem sein, dürfte man überhaupt kein "freies Wissen" mehr im Web finden. Als ITler ist man nicht immer studierter Informatiker und mit allen Kursen/Zertifizierungen ausgestattet, die man irgendwann mal brauchen könnte. Desweiteren bilden sich private Interessen oft aufgrund beruflicher Anforderungen. Was ist da nun beruflich, was privat?
Ich kam dadurch zu Solaris, daß mir als Linux-Admin mehr oder weniger unvorbereitet 6 Solaris10-Intelkisten vorgesetzt wurden. "Mach mal".
Dieses Wissen brauchte ich bisher nicht, ob ich es in absehbarer Zeit wieder brauchen werde, steht in den Sternen. Seitdem ergoogle ich mir die Dinge, die ich für die max. 2h Admin-Tätigkeit pro Woche brauche. Ich nehme hier momentan also deutlich mehr, als ich geben KANN (nicht will!). In Foren mit anderen Themen gebe ich mehr, als ich nehme. Ist für mich irgendwie ein Teil des OpenSource-Gedanken. Auch wenn ich für dieses Wissen mal bezahlt habe, gebe ich es gerne weiter. Ich sehe mein berufliches Hab&Gut nicht in angehäuftem Wissen, sondern in der Fähigkeit, dieses anzuwenden.
Auch den Hinweis auf die SuFu: Die denkt nicht mit, sondern vergleicht nur stupide Wörter. Oftmals scheitert deren Benutzung schon an einem anderen Wortschatz. Ein Forum mit 300 neuen Threads am Tag und 2 Moderatoren mag mit vielen doppelt gestellten Fragen überfordert sein, hier ist das Verhältnis von Usern zu Topics aber SEHR entspannt, oder sehe ich das falsch?
Viele Leutz sind in mehreren der 3 Foren (Mood, Sob und Unix) aktiv, der Cheffe ist der gleiche. Fühlt es sich nur so an, oder ist der Ton generell deutlich entspannter im Mood-Forum? Wenn ja, warum? Nur weil IRIX gerade am sterben ist, bzw. noch leicht am zucken ist, Solaris-Wissen aber brandaktuell? Dann müßte in den Linux-Foren ja Mord&Totschlag herrschen...
Okay, ich bekenne mich des OT schuldig...
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Hallo,
Zum einen ist anscheinend bei vielen die Angst da, daß jemand hier erfragtes Wissen beruflich verwenden könnte.
Ich hoffe doch die Informationen lassen sich beruflich und/oder privat anwenden.
Falls damit gemeint ist, jemand stellt hier eine Aufgabenstellung ob nun beruflich oder Ausbildung als Frage, darf man durchaus genervt sein. Warum sollte jemand von uns seine Freizeit dafür hergeben, für jemanden die Arbeit zu machen ?
Beispiele gefällig ?
Anfrage: Wer stellt mir Daten von zwei Festplatten her. In einer PM wird eine Adresse einer DV-Beratungsfirma angegeben, der Fragende hatte den gleichen (seltenen) Familiennamen wie der Geschäftsführer dieser Firma.
Auf einer Mailliste tauchen immer wieder Anfragen (allerdings auch Zusammenfassungen) einer bestimmten Person auf. Meist reicht zur Beantwortung Google oder das Sun System Handbook inkl. InfoDocs. Wenn man den Domainnamen seiner eMail-Adresse nimmt landet man auf der Webseite einer DV-Beratung mit umfangreichem Portfolio. Im Impressum taucht sein Name als Geschäftsführer auf. Ob er seinen Kunden auch geringere Stundensätze berechnet, da offensichtlich hauptsächlich "kostenlose" Supportkanäle genutzt werden ?
Der Hinweis auf die Suchfunktion ist gleichbedeutend mit der Frage was schon zur Problemlösung unternommen wurde. Leider war das Schreiben der Frage oft das Einzige.
Das Gewähren von Hilfestellung steht außerfrage.
Obwohl das Off-Topic ist würde ich es stehenlassen. Bei Diskussionsbedarf können wir gern das Thema teilen und in den richtigen Bereich verschieben.
Michael
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Ich weiss nicht, ob wir das hier lassen sollten, Michael, was meinst Du?
Mir fällt irgendwie immer wieder auf, daß der Ton hier sehr ins rauhe abdriftet.
Zum einen ist anscheinend bei vielen die Angst da, daß jemand hier erfragtes Wissen beruflich verwenden könnte. Würde dies ein Problem sein, dürfte man überhaupt kein "freies Wissen" mehr im Web finden. Als ITler ist man nicht immer studierter Informatiker und mit allen Kursen/Zertifizierungen ausgestattet, die man irgendwann mal brauchen könnte. Desweiteren bilden sich private Interessen oft aufgrund beruflicher Anforderungen. Was ist da nun beruflich, was privat?
Ist bei mir ja ähnlich - ich kam über Werkstudentendasein mit Solaris in Berührung und bin dann hier gelandet. Inzwischen befasse ich mich ein wenig beruflich, sowie ein wenig privat mit Solaris. Wo ist die Grenze? Ich weiss es nicht; manchmal probiert man ja zu Hause Dinge aus, die man dann später evtl im Job brauchen kann und auch umgekehrt.
Ich nehme hier momentan also deutlich mehr, als ich geben KANN (nicht will!). In Foren mit anderen Themen gebe ich mehr, als ich nehme. Ist für mich irgendwie ein Teil des OpenSource-Gedanken. Auch wenn ich für dieses Wissen mal bezahlt habe, gebe ich es gerne weiter. Ich sehe mein berufliches Hab&Gut nicht in angehäuftem Wissen, sondern in der Fähigkeit, dieses anzuwenden.
Ditto.
Was ich persönlich nicht ausstehen kann (ich denke, anderen wird es genau so gehen):
Q: blablabla geht nicht bitte dringend!
A: poste mal output von doremifaso
Q: sorry, war eine woche nicht da... geht nicht
A: was geht nicht? poste bitte das ergebnis von doremifaso
Q: .... warum hilft mir keiner?
A: >:(
Gibt noch andere Dinge ("Mit Linux kenn ich mich gut aus" - "Hier, die Befehle brauchst Du, ja, da kommst Du nie drauf, ist bei Linux einfach anders, kein Thema" - "Hilfe! Ich versteh das nicht" - "Was verstehst du nicht" - "Wie rufe ich die Befehle denn auf?" - "Steht doch in der manpage" - "was ist manpage?"), manche eher lustig, manche schon eher traurig.
Claus
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[das einrichten ist recht simpel. allerdings brauchst du ca 100mb (ich nehm immer 256mb auf slice 7) freien platz um die metadb's unter zu bringen.
256 MB für metadbs?? Wieviele hunderte von Platten hast Du denn in Deinem System? Normalerweise reichen 8192 Sektoren = 4 MB pro Kopie, dann auf Zylindergröße aufrunden...
Gruß -- Volker
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[das einrichten ist recht simpel. allerdings brauchst du ca 100mb (ich nehm immer 256mb auf slice 7) freien platz um die metadb's unter zu bringen.
256 MB für metadbs?? Wieviele hunderte von Platten hast Du denn in Deinem System? Normalerweise reichen 8192 Sektoren = 4 MB pro Kopie, dann auf Zylindergröße aufrunden...
Gruß -- Volker
die frage ist ja nicht wieviele platten man hat, sondern wieviele metadevices du nutzen willst. wenn man dann mit vielen metasets arbeitet in denen massig metadevices genutzt werden, kommt man schnell an die grenzen. und bei heutigen platten tun 256mb nunmal nicht weh. also... ICH richte meine slice 7 mit 256mb ein und kann problemlos arbeiten. wenn DU mit weniger auskommst ist das ja ok.
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Ist dieses Problem jetzt gelöst - oder noch offen?
Claus
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Ja, aber ich wollte ein LVM. ;)
Du und der LVM. Sowas "neumodisches". ;)
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Ja, aber ich wollte ein LVM. ;)
Du und der LVM. Sowas "neumodisches". ;)
AIX hat seit Release 3.0 von 1989 LVM. ;)
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Ja, aber ich wollte ein LVM. ;)
Du und der LVM. Sowas "neumodisches". ;)
AIX hat seit Release 3.0 von 1989 LVM. ;)
Sag ich doch, "neumodisch". ;D ;)